Hallo, 

> From: Mathias Röllig [mailto:[email protected]] 

> Würde AOO das beschriebene "Bad Document Correction Tool" 
> anbieten, es 
> würde in den genannten Institutionen jeder anderen Textverarbeitung - 
> ohne Diskussion über OpenSource und Preis - den Platz streitig machen.

Und wie ist das Bad Document Correction Tool (BDCT) vom Funktionsumfang _genau_ 
beschrieben? Der Issue sagt dazu wenig bis nichts.

Das es hingegen keine Selbsterklärung dafür gibt scheint mir offensichtlich 
denn es gibt nicht _den_ richtigen Weg zur Umformatierung bestehender Dokumente.

Warum?
Schau Dir z.B. die Übernahme bedinter Formatierungen aus xls-Dateien an, wegen 
der Inkompatibilität des eigentlichen Vorgehens (Calc nutzt Zellvorlagen dafür, 
Excel harte Formatierungen) ist die Konvertierung völlig aufgeblasen weil sie 
praktisch jeder Formatierungskombination eine eigene Formatvorlage zuweisst, 
zuweisen muss.

Was ist die Konsequenz für Writer?
Auch dort müsste Ähnliches geschehen ODER es müsste für die Implementierung des 
BDCT eine 'maßvolle' Vorgehensweise definiert werden (i.S. wenn eine bestimmte 
Formatierungskombination nur einmal vorkommt wird sie nicht auf Vorlage 
konvertiert sondern hart belassen) ODER es müsste Optionseinstellungen für den 
User geben.

Was aber soll Grundlage für die Festsetzung solcher uns ähnlicher 
Implementierungsfragen sein?
Ist es sinnvoll dem User Optionseinstellungen an die Hand zu geben, so doch das 
Tool ohnehin nur dazu da ist das Unwissen des Nutzers zu kompensieren?


Anmerkungen:

(a)
Es gibt von Thomas Krumbein bereits eine Extension ("Writer-Tools") die in der 
Lage ist harte Formatierungen in Writerdokumenten automatisch durch Vorlagen zu 
ersetzen. 
Konzeptionell gilt das diese Extension auch vor genau den Problemen steht die 
ich vorstehend angeschnitten habe, d.h. in der Extension musste EINE bestimme 
Implementierung gewählt werden.

(b)
Es gibt bei Verlagen entsprechende Vorlagen die Nutzer zu sauberem Formatieren 
zwingen, ich kenne sowas von meinem ehemaligen Verlag in VBA und es wäre auch 
kein Problem sowas für OO zu erstellen, außer: 
-OO hat für professionelle Verlage noch wenig Bedeutung weil für die 
Druckereiabläufe die Dokumente ohnehin konvertiert werden müssen und es dafür 
keine fertige Software/Skripte für OO gibt, für MSO hingegen schon
-wer soll das bezahlen? Professionelle Verlage kaum, denn deren Arbeitsablauf 
funktioniert auf Basis MSO und es gibt wenig Grund den umzustellen, 
semiprofessionelle Verlage hingegen setzen OO häufig aus Kostengründen ein, wie 
willst Du die überzeugen Zusatzkosten zu tragen die realistisch oberhalb Dessen 
liegen was eine MSO-Lösung kostet?

(c)
Ich sehe nicht ernsthaft das ein entsprechendes Tool OpenOffice nach vorne 
katapultieren würde, denn gerade wenn ich mir Dein Argument zuteil mache das 
u.a. Preis keine Rolle spielen würde und mir gleichzeitig überlege was ein 
solches Tool können müsste (ungefähr zumindest, denn nach dem genauen 
Funktionsumfang frage ich ja eingangs des posts hier) wird mir schnell klar das 
ich selbst das als Extension programmieren könnte nur bleibt mir unklar wie ich 
das wirtschaftlich tun kann, denn es wird niemand dasein der das kaufen will.


Tut mir leid so 'herzlos' argumentieren zu müssen, aber so sehe ich die 
Realität, zumal ich selbst konkrete Erfahrungen habe mit Tools die ich 'just 
for fun' kostenlos erstellt habe und wo dann kommerzielle Anwender an mich 
herantreten und darum betteln ob ich nicht Änderungen/Erweiterungen machen kann 
aber nichts dafür bezahlen wollen, obwohl sie ganz praktisch einen Nutzen haben.
Meine Kritik daran ist nicht etwa das die Leute kostenlose Tools von mir 
nutzen, denn ich habe die ja freiwillig kostenlos verteilt, sondern ich will 
hier den Blick darauf lenken das die Leute nicht einmal ein echtes Interesse an 
Effizienzverbesserung haben sondern vielfach selbst sinnvolle Investitionen 
möglichst zu meiden versuchen.

Für alle solche Dinge die (quasi nach 'außen') kostenlos geleistet werden (also 
Arbeiten um ein Programm zu verbessern oder nützliche Tools zu erstellen etc.) 
gilt letztlich, weil die Kapazität begrenzt ist und meist bereits ausgelastet, 
das ich in Summe sao kaum etwas verbessere weil ich die Zeit die ich mir für 
Tool A nehme nicht mehr für Toll B habe und ich so nur die Stelle ändere wo es 
Verbesserung gibt nicht jedoch die Gesamtquantität der Verbessrung. 
Das gilt für mich, es gilt aber auch für die AOO-Community insgesamt, wie für 
den ganzen FOSS-Bereich, die Möglichkeiten für Verbesserungen die kostenlos 
erstellt werden können sind begrenzt, denn für jeden Beteiligten gilt das man 
sich sein ehrenamtliches Engagement erst einmal leisten können muss, ganz egal 
ob wir hier über Zeit oder Geld sprechen.


Aber bitte, ich höre gerne Deine oder andere Meinungen zu Obigen.


Gruß
Jörg 


   


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