On Mon, May 12, 2003 at 09:20:50PM +0200, Axel H Horns wrote:
> 9. Der Rechtsstaat behindert die Buerger, statt sie zu schuetzen. 
> Gesetze muessen einfacher werden, ihre Zahl sollte zurueckgehen. Die 
> gesetzlichen Handlungsspielraeume fuer die Regierung muessen groesser 
> werden.
> 
> 10. Die Rechtswegegarantie des Grundgesetzes geht zu weit. Mit 
> weniger Justiz und weniger Richtern werden Staat und Gesellschaft 
> beweglicher.
> 

Mit dem Anspruchssystem und der positivistischen Einstellung des
Gesetzgebers ist eine L�hmung der Gesellschaft einhergegangen. Daf�r
allerdings allein die Verfassung verantwortlich zu machen, halte ich f�r
abenteuerlich. 

Man sollte:

1/ die �ber 173.000 Einzelparagraphen (manchmal mit mehr als einer
   Regel) bereinigen und alte Z�pfe abschneiden. (Mut zur Freiheit)

2/ Mit der Rechtswegegarantie ist gemeint, dass in Frankreich der Bau 
   des TGV von Paris nach Metz 5 Jahre braucht (und entsprechend weniger
         kostet) w�hrend ein gleiches Unterfangen in DE mind. 20 Jahre dauern
         w�rde. Es braucht sich nur ein Grundst�ckseigent�mer nicht g�tlich
         einigen wollen.

3/ DE ist zurecht wegen Justizverweigerung vom ECHR verurteilt worden,
         weil die Verfahren so lange dauern, dass es einer Rechtsverweigerung
         gleichkommt. Dem ist so, weil jeder Mist an einem irren Prozedere
         aufgeh�ngt ist, insbesondere im Verwaltungsrecht.

Allerdings ist auch klar, dass hier Begehrlichkeiten a la B�ssow geweckt
werden.

Ich halte es mit Dieter Hildebrandt:
"Wie gut zu wissen, dass die, die uns regieren, eigentlich gar kein Volk
br�uchten".

Insofern sollte der Gesetzgeber erst den Mist insbesondere der letzten 
30 Jahre beseitigen, bevor man am GG schnitzt..

Gruss

Rigo

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