> Das ist das bereits diskutierte Zeitproblem. Ich sehe das auch, aber es
> �ndert nichts an der prinzipiellen Einstufung als "�ffentlich", h�chstens
> graduell: weniger �ffentlich als Fernsehen, aber �ffentlicher als Email.

Vielleicht nicht einmal graduell.

Der wesentliche Unterschied scheint mir darin zu liegen, dass es bei dem
einen Medium Menschen gibt, die in eigenem Ermessen Funktionen f�r die
�ffentlichkeit wahrnehmen, w�hrend das andere ohne solche Funktionstr�ger
auskommt.  Also "mittlerlose �ffentliche Kommunikation" o.�., um hier
gebrauchte Begriffe aufzugreifen.  So etwas ist im herk�mmlichen
Ordnungsdenken nicht vorgesehen, da niemand damit gerechnet hatte, dass es
technisch m�glich werden k�nnte.  Das m�gliche wird schnell auch n�tig:
"nicht mehr wegzudenken".  Dann kommt auch der Richter nicht umhin, sich
bessere Begriffe einfallen zu lassen.

Man k�nnte nat�rlich versuchen, bestimmte Regelsysteme f�r mittlerlose
�ffentlichkeiten von vorneherein als parasit�r zu deklarieren und zu
verbieten.  Zum Extrem getrieben bedeutet dies allerdings auch ein Verbot
des Internet.  Und wer die allgemeine Handlungsfreiheit einschr�nken will,
tr�gt eine schwere Argumentationslast.  Da ist schon mehr erforderlich als
das allerorten zu vernehmende R�hren der Platzhirsche.

-- 
Hartmut Pilch                                      http://phm.ffii.org/
Schutz der Innovation vor der Patentinflation:   http://swpat.ffii.org/
95000 Stimmen gegen Logikpatente:            http://www.noepatents.org/







Antwort per Email an