Diese Meldung aus dem heise online Newsticker wurde Ihnen
von Joerg-Olaf Schaefers <[EMAIL PROTECTED]> gesandt.
--------------------------------------------------------------------
Nachtrag zum Filtertreffen.
--------------------------------------------------------------------
Bundsweit einheitliche Kontrolle des Internet gefordert

Die Sperrung rechtsradikaler Inhalte im Internet bereitet den zust�ndigen
Beh�rden erhebliche Probleme. D�sseldorfs Regierungspr�sident J�rgen B�ssow
pl�dierte deshalb heute f�r pr�zisere gesetzliche Regelungen, da ein Verbot
von Webseiten rechtlich umstritten sei. Au�erdem forderte B�ssow eine
bundeseinheitliche Einrichtung zur Kontrolle des Internet. Im Anschluss an
eine Anh�rung von 90 nordrhein-westf�lischen Internet-Providern[1] sagte
er, dass die Sperrungen von Internet-Angeboten eine gr��ere Wirksamkeit
entfalten w�rden, wenn auch die anderen Bundesl�nder, m�glichst auch das
europ�ische Ausland, mitmachten. B�ssow verwies dabei auf das Urteil eines
franz�sischen Gerichts, dass die Sperrung des Zugangs auf im Ausland
gehosteten Seiten veranlasst hatte[2]. 

Auf der Anh�rung stellte die Bezirksregierung[3] drei technische L�sungen
zur Sperrung von Angeboten vor, die die Providern jedoch alle als technisch
nicht machbar oder nicht sinnvoll ablehnten. Die Teilnehmer der Anh�rung
einigten sich schlie�lich darauf, einen Arbeitskreis aus Zugangsanbietern,
Experten vom Bundesamtes f�r Sicherheits- und Informationstechnik und
Vertretern der Bezirksregierung einzurichten. Dieser Arbeitskreis soll in
etwa drei Wochen tagen und technische L�sungen zum Sperren von Websites
vorschlagen. 

Eventuelle wirtschaftliche Folgen eines Nordrhein-westf�lischen Alleingangs
beim Sperren von Webseiten nimmt die Bezirksregierung in Kauf. Da die
Beh�rde nur f�r Anbieter mit Sitz in Nordrhein-Westfalen zust�ndig ist,
k�nnten Kunden zu Providern aus anderen Bundesl�ndern wechseln, f�r die
eine Sperrverf�gung aus D�sseldorf nicht gelten w�rde -- beispielsweise zu
AOL. "Wir sind nun mal nach dem Mediendienstestaatsvertrag f�r die Aufsicht
in Nordrhein-Westfalen zust�ndig", sagte der Pressesprecher der
D�sseldorfer Bezirksregierung, Bernhard Hamacher, gegen�ber heise online.
(hod[4]/c't)

URL dieses Artikels:
 http://www.heise.de/newsticker/data/hod-13.11.01-001/

Links in diesem Artikel:
 [1] http://www.heise.de/newsticker/data/hod-13.11.01-000/
 [2] http://www.heise.de/newsticker/data/fr-20.11.00-000/
 [3] http://www.bezreg-duesseldorf.nrw.de/
 [4] mailto:[EMAIL PROTECTED]

--------------------------------------------------------------------
Copyright 2001 by Verlag Heinz Heise

Antwort per Email an