Am 19.08.2025 22:24, schrieb Dr. Arne Babenhauserheide:
Christoph B <[email protected]> writes:
- Abgesehen von diesen genannten Tasten finde ich eine intuitive
Anordnung nicht so wichtig. Ob das ä nun unter dem a ist oder
woanders, man wird sich da schon irgendwann dran gewöhnen. Ebenso
für die Anzahl der Ähnlichkeiten zu Qwertz -- das ist eher
nachrangig.
Ich habe das mit cry getestet (äöü nicht unter aou) und ich hattee noch
nach 5 Jahren eine deutlich höhere Fehlerrate. Dass die logisch
angeordnet sind ist daher aus meiner Sicht durch (schlechte) Erfahrung
mit anderem unterstützt.
Lernbarkeit macht nach einiger Zeit überraschend viel aus.
Sicher, dass es nicht auch viel um _Um_lernbarkeit geht?
Ich habe mit Qwertz nach zehn Jahren schon längst meine 500 Zeichen pro
Minute geschafft, und die Buchstaben liegen ja sonstwo mit keinem besonderen
System. Ich habe es einfach gelernt und durch Schreiben, Schreiben,
Schreiben verinnerlicht.
Im Gegensatz dazu hatte ich bei Layouts, wo beispielsweise dt
nebeneinanderliegen, ständig das Problem mir zu merken, „war das d nun links
vom t oder rechts? Ich weiß, dass sie nebeneinander auf der rechten Seite
liegen …“ Also dann lieber komplett auseinandergerissen.
Gelegentlich überholt mich dann aber doch die Ähnlichkeit der Buchstaben, so
dass ich ein „a“ tippe, wenn ich ein „ä“ meine. Das hat aber natürlich
nichts mit der gelernten Position zu tun. Ich weiß nicht, was es hervorruft
(ist nicht so oft), aber mein Gehirn scheint beim ä dann die Punkte
wegzumachen und an ein a zu denken – und tippt es dann unbewusst (korrekt).
Würden jetzt für die Lernbarkeit bspw. aou und äöü direkt untereinander
liegen an derselben horizontalen Position, hätte ich vielleicht analog zu
oben das dt-Problem. Die Positionen sind ZU nahe beieinander und
verwechselbar. Klar, ich würde wohl aou eher nehmen, weil Hauptreihe. Aber
dann bräuchte ich wieder sehr bewusstes Überlegen, wenn ich doch mal einen
Umlaut möchte. Bei Qwertz existiert dieses Problem nicht: Umlaute sind alle
rechts, die normalen Vokale an ganz anderen Positionen.
Um es nochmal aufzugreifen:
Ich habe das mit cry getestet (äöü nicht unter aou) und ich hattee noch
nach 5 Jahren eine deutlich höhere Fehlerrate.
Kann ich nachvollziehen: wenn oben ua steht, aber unten äü, ist es zwar
ähnlich, aber nicht gleich. Zudem steht das u zwar in gleicher Spalte, aber
a leicht verschoben. Und beim o und ö sind wieder beide nebeneinander. Das
ist schwieriger zu lernen als wenn die komplett an verschiedenen Positionen
stünden. Vielleicht müsste man für ähnliche Zeichen eine Art Mindestabstand
festlegen? Ich glaube, dass direkt nebeneinander sehr hinderlich ist. Direkt
über/untereinander erscheint mir etwas einfacher zu lernen.
qwertfisch
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