NABU-PRESSEMITTEILUNG | 14. JUNI 2019
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Umwelt/Agrar
NABU-Kommentar zur Verschärfung der Düngeverordnung
Miller: Bundesregierung springt nicht höher als sie muss – Wiesen und
Weiden drohen zum Endlager für Gülle zu werden
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Berlin – NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller kommentiert die am
gestrigen Abend verkündete Einigung der Bundesregierung zur Verschärfung
der Düngeregeln: 


„Die Bundesregierung springt wieder einmal nicht höher als sie muss.
Sie hat die Chance verpasst, mit der Novelle die überfällige Bindung der
Zahl gehaltener Tiere an die Fläche zu regeln. Mit der Fülle an
Ausnahmen, die Bund und Länder eingebaut haben, wird die EU-Kommission
den Vorschlag nur schwer akzeptieren können. Vor allem die Ausnahmen für
das Grünland sind katastrophal: Dass Wiesen und Weiden pauschal aus der
20-prozentigen Abschlagsregelung ausgeklammert werden, ist mit Blick auf
das Insektensterben nicht zu verantworten. Denn artenreiche Wiesen und
Weiden sind geschützte Lebensräume und notwendig für das Überleben
vieler Arten. Nun drohen Wiesen und Weiden zum Endlager für Gülle zu
werden – und einer Graswüste ohne Insekten. Der NABU hat bereits in
Brüssel Beschwerde gegen das Verschwinden des Grünlands eingelegt.
Die Bundesregierung riskiert mit ihren Vorschlägen nun also nicht nur
eine neuerliche Klage zum Düngerecht, sondern auch ein Verfahren zum
Naturschutz."


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Iris Barthel, NABU-Pressereferentin, Tel. +49 (0)30.284984-1952,
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