Am 16.10.2012 08:56, schrieb Jörg Schmidt: > > Ich hatte gezielt die FSF kritisiert und genau darum geht es auch hier. Es > geht um > deren Extremismus und deren Doppelzüngigkeit und die Menschen erkennen langsam > deren Wesen. > > Wenn die FSF sich am Prozess beteiligt hat der MS letztlich gezwungen hat > Browseralternativen zwangsweise für Windows anbieten zu müssen, dann ist das > das > Eine, wenn man aber sehend und im Hintergrund Beifall klatschend sieht wie > eine > Office-Suite gezielt und absichtlich und mit vollem Kalkül aus purer Ideologie > diskriminiert wird ist das eine ganz andere Qualität. >
Es wäre vielleicht gut, Du würdest ein wenig differenzieren. An dem Prozess, den Du aller Wahrscheinlichkeit nach meinst, hat sich nämlich die FSFE und nicht die FSF beteiligt. Erstere wiederum ist eine Schwester- und keine Unterorganisation der Letzteren. Dass beide Organisationen eine klare, wenn durchaus differenzierte Meinung zum Copyleft haben, ist ebenso bekannt, wie der Umstand, dass die Apache-Lizenz, unter den OpenOffice nun steht, eine copyleftlose ist. Dass OpenOffice nun unter dieser Lizenz steht, ist übrigens nicht demokratisch von der Community entschieden worden. Und wie gesagt: Es ist ja auch keine abstrakte Ideologie, die die von Thomas adressierten Schwierigkeiten bei LibO verursacht haben, die im Übrigen sehr bedauerlich sind, sondern vielmehr die Vorlieben, Einstellungen und auch Schwächen ganz konkreter Entwickler. Die LGPL kann nichts dafür, dass eine Version von LibO leider keine großen Excel-Dateien lesen kann, und auch nichts dafür, dass bei einer anderen die plötzlich die Textrahmen nicht mehr gehen. Es gibt auch kein Statement der FSF oder der FSFE, dass QA entbehrlich sei oder dass möglichst früh und unreif zu veröffentlichen sei. "Release early, release often" ist vielmehr ein Slogan, der aus der "pragmatischen" Ecke (Basar-Modell) kommt. > > Soll ich es Dir vorlesen? Hier ist der Volltext: > > "The Apache OpenOffice.org extensions repository offers add-ons, dictionaries > and > other packages to extend OpenOffice.org with additional features. While the > OpenOffice.org application is free software, the Apache OpenOffice.org > extensions > repository lists proprietary extensions as well as free software ones. Most > extensions work with both LibreOffice and OpenOffice.org applications. This > is the > repository that the OpenOffice.org program uses by default. > > The LibreOffice extensions repository only includes extensions published using > free software licenses. This is the repository that the LibreOffice program > uses > by default." > > Quelle: > http://libreplanet.org/wiki/Group:OpenOfficeExtensions/List > > Oder erklärst Du mir jetzt das diese Wertungen ganz normal seien und AOO das > kritiklos gut zu heißen habe und das ich wegsehen soll wenn ich weiß wo da die > Interessenslagen und Verflechtungen zwischen FSF und TDF sind? Wenn LibreOffice ihre Ressourcen nur für Freie Extensionen zur Verfügung stellen will, ist das deren Entscheidung. Auch wir mussten ja eine Lösung selbst für Freie Extensionen finden, weil Apache bei der Inanspruchnahme seiner Ressourcen gewisse Einschränkungen macht. Und letzteres ist nun wirklich nicht die FSF schuld. > > Muß ich hier nochmal die Erwiderung des damaligen CC von OOo an die FSF > zitieren > und muß ich dann darauf zuzsätzlich extra darauf hinweisen wer genau die > geschrieben hat und was derjenige heute tut? > Es gehört zur Meinungsfreiheit, dass man seine Meinung auch ändern darf, und im Übrigen scheint mir dies auch nicht unser Problem zu sein. Gruß Michael
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