Hi,

nun, wahrscheinlich solltenwir das "Wegbomben" auch ein wenig globaler
fassen. Letztendlich kann es ja alles m�gliche meinen, inkl. juristischem
und gesetzesgeberischem "Wegbomben" oder ab in Knast bei entsprechenden
Betrugsf�llen, dem drastischen verteuern von Spam usw.

Oder genauer:


-- Oliver Gassner <[EMAIL PROTECTED]> wrote:

> Meist wird gespammt um einen Geldfluss zu erreichen.

ja; und es lohnt sich nur, wenn die Kosten gering genug sind ...


> Ggf. muss man die Verk�ufer der Waren und die Banken �ber die das Geld
> l�uft in die 'St�rungen' mit einbeziehen, so dass dort ein
> Leidensdruck entsteht.
> 
> Ich denbke dabei explizit NICHT an 'Gleiches mit Gleichem' sondern an
> 'freundliche R�ckfragen' in akzeptablem Umfang und NUR durch
> Betroffene.

ja.


IMHO w�re es angebracht, ein Distributed und P2P-artiges Werkzeug zu
entwickeln, das *u.a.* folgendes macht bzw. machen k�nnte (nach der Meldung
von Monkeys r�cke ich von meinen fr�heren Ideen eines zentralen Servers mal
ab):

  - Automatisches/einfaches reinschieben von Spam
    - daraus automatisches Extrahieren der Abse-Ansprechpartner
      - dazu Whois-Datenbank (distributed, P2P)
      - Viel manuelle Arbeit n�tig, sprich: Heraussuchen der Abuse-Kontakte
        - dazu: um Missbrauch zu vermeiden: User-System, Bewertungssystem,
          Trust, ...
  
  - Dann da draus: automatisches Generieren von Abuse-Meldungen
    Diese k�nnen dann halbautomatisch verschickt werden
    Sprich: User muss sie freigeben

  - M�glichkeit f�r gute Abuse-Abteilungen, die Meldungen in geb�ndelter
    Form zu erhalten und so, dass es ihnen bei der Arbeit hilft
    ==> Bessere und einfachere Abuse-Bearbeitung, weniger Spam.

  - Generierung von faxfertigen und druckfertigen Abuse-Meldungen, T5F
    ==> Mehr Beschwerden, machen Spam teurer

  - Verteilte Suche nach offenen Proxies und offenen relays
    Wenn welche gefunden: Meldung an entsprechendes Abuse. Anleitung auch
    f�r Einsteiger (Schulen in Korea, die stolz auf ihr Windows sind), wie
    sie das abschalten k�nnen
    - Wenn keine schnelle Reaktion, mehr Druck: anrufen, ...
    - wenn immer noch nichts passiert: Uplink druck machen oder deren Mail-
      und Webserver vollstopfen

    ==> sind die offenen Proxies und Relays etc. erstmal nahezu weg, wird 
        das Spammen deutlich schwieriger.
        Das ist nur durch verteiltes Suchen l�sbar, da es schnell 
        gehen muss; sprich: alle IPs innerhalb von ein paar Tagen/Wochen 
        durchforsten; anf�llige Bereiche �fter.

  - Koordinierung von Anti-Spam-Aktionen. "Spammer des Tages": Telefonnummer
    angeben und tausende Leute anrufen lassen
    - F�r die harten F�lle in Absurdistan: Implementierung von defekten Web-
      und Mail-Clients, die auf dessen Server mal was nachschauen wollen. 
      Leider sind das dann so viele User, dass der Server nicht mehr 
      antwortet ...
      
  - Einzelne Teilaufgaben gezielt an Mitglieder der Gemeinschaft �bertragen,
    Kontrolle (wie: stimmt die angegebene Abuse-Adresse?)

  - Jura-Modul:
    Einklinken von Anw�lten, die die Spammer abmahnen u.a.

  - Hartes Vorgehen bei JoeJobs, gef�lschten Absendern, usw.
    ==> Es muss bei solch kriminellem Vorgehen einfach *mehr* getan werden,
        um die Schuldigen zu finden. Bei ein paar Jahren Knast werden 
        sich die Typen das das n�chste mal besser �berlegen ;-)
    


Da gibts noch viele weitere M�glichkeiten, klar. Ich hatte hier mal die
Proxy-Suche durchgeplant und war schon fast dabei das umzusetzen. Das mit
dem DoS gegen die Blacklists macht mir da aber ein wenig Sorgen, in meiner
Planung gab es n�mlich einen zentralen Server.
Hmmm, entsch�rfen w�rde sich die DoS-Bedrohung vielleicht, wenn es ca. 10
zentrale Server gibt, die sich die Arbeit teilen.

Auf der anderen Seite sollte es mit entsprechendem Aufwand auch m�glich
sein, den Hinterm�nnern auf die Spur zu kommen. 


Nun, auf jeden Fall: wer kennt jemanden, der obige Entwicklung finanziert?
;-)

 
> Was man sozusagen braucht ist:
> 
> a) DB der Spams
> b) Zuordnung von Hersteller, Gro�h�ndler, ..., ..., Bank zu dem
> Geld-Warenfluss.
> c) ggf. Zuordnung von Polizei/Gerichtsinstanzen/Unternethmerverb�nde/
> u.�. zu obigen.
> d) Infrastruktur, dei EMPF�NGERN der Spams zur Verf�gung steht um
> semi-automatisch die Personen in b) und c) zu kontaktieren mit der
> Frage, ob sie wissen, dass sie gesch�fte mit Spammern machen und dass
> Spam ind en meisten L�ndern dieser Erde als illegal und bei 100% der
> Endnutzer als �rgerlich gilt und dass ihr Ruf leidet, wenn sie etcetc.
> e) Ggf. POrtal, wo Antworten udn Ma�nahmen dokumentiert werden.
> f) ggf. Schnittstellen zu lokaler Presse 'vor Ort'. So anchd em Motto:
> "X-Bank bricht Gesch�ftsbeziehung zu Spamversender ab."

ja, das w�ren auch entsprechende Module f�r obiges.


OK, wer finanziert die Entwicklung einer plattform�bergreifenden, mit gutem
Interface ausgestatteten, erweiterbaren Applikation? ;-) (wohl am besten
unter GPL)

Die gro�en Provider sollten da eigentlich ein Interesse dran haben, denn
wenn das gut gemacht ist, erspart das der Abuse-Abteilung sicher Arbeit.


Ciao
  Alvar

-- 
** Alvar C.H. Freude -- http://alvar.a-blast.org/
** 
**   ODEM.org-Tour:  http://tour.odem.org/
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