Hallo Ulrich,
Am 24.10.2010 14:42, schrieb Ulrich Goebel:
Hallo,

ich plane eine Adress-Datenbank, die den Bedürfnissen einer
Kirchengemeinde gerecht wird. Hat jemand damit Erfahrung? Hat jemand
Lust/Bedarf, sich an der Entwicklung zu beteiligen?

Folgende Punkte sollen dabei besonders berücksichtigt werden:
1. Die Daten sollen in einer MySQL-Datenbank gehalten werden.
Das ist sicher der richtige Weg.
  Die kann bei Bedarf auch auf einem Server im Internet zugänglich sein, so daß
verschiedene Nutzer (Pfarrer, Kassierer, Gemeindehelfer) von ihren
Arbeitsplätzen aus immer auf aktuelle Daten zugreifen und die Daten auch
pflegen können.
Das habe ich noch nicht realisiert.
  Natürlich muss dann durch geeignete Zugriffsrechte für
Sicherheit gesorgt werden; evt. kann man auch verschiedene
Rechte-Profile finden, die z.B. nur lesenden Zugriff erlauben oder nur
bestimmte Daten sichtbar machen. Entsprechend soll die Definition der
Datenbank (Tabellen, Views) mit MySQL-Skripten erledigt werden.
So wie auch Georg es in seiner mail beschreibt.
2. Als Benutzeroberfläche soll OpenOffice Base verwendet werden.
Allerdings soll offen bleiben, auch andere Zugriffsmöglichkeiten zu
nutzen, z.B. online-Formulare, die über einen Browser verwendet werden
können.
3. In einer Gemeinde gibt es viele Familien. Daher haben oft mehrere
Personen die gleiche Adresse. In der Datenbank sollen daher die Personen
und die Adressen in zwei verschiedenen Tabellen geführt werden, die dann
durch eine n:1-Relation miteinander verknüpft werden.
4. Neben Personen müssen auch Institutionen in der Adressliste geführt
werden können (Schulen, Nachbargemeinden usw.). Dafür gibt es auch eine
Tabelle, die ihrerseits mit der Adress-Tabelle verknüpft werden soll.
5. Für Personen und Institutionen gibt es die verschiedensten "Merkmale"
(z.B. "Programmversand", "Kinderprogramm", "Religionsunterricht",
"Ministrant" usw.). Dafür muss eine weitere Tabelle mit je einer
n:n-Relation zu den Personen und Institutionen vorhanden sein.
Eine ganz normale base-Datei also.
6. Als Erweiterung soll eine Verbindung zu einer Buchführung möglich
sein. Dabei soll auf bestehende Finanz-Software aus der OpenSourfe-Scene
zurückgegriffen werden (z.B. KMyMoney, GnuCash, moneyplex). Es geht im
Kern darum, dort nicht die Adressen gesondert pflegen zu müssen. Die
Finanz-Software ihrerseits sollte neben der normalen (doppelten)
Buchführung mit den entsprechenden Auswertungen in der Lage sein,
Online-Überweisungen und vor allem Bankeinzüge durchzuführen. Ganz
wichtig ist es, Spendenbescheinigungen ausstellen zu können. Das könnte
entweder aus der Finanz-Software heraus geschehen, oder z.B. aus
OpenOffice Base, das dann auf die Daten aus der Finanz-Software
zurückgreifen müsste.
Ich arbeite da mit Hibiscus(www.willuhn.de). Die installierst du ebenfalls auf dem Mysql - Server. Das ist ein vollständiges Online-Banking-Programm. -mit allem, was du da beschreibst.(vielleicht außer Spendenbescheinigungen) Ein Buchführungsprogramm kannst du dort ebenfalls passend bekommen, wenn du das nicht in base besser für deine Belange selber einrichtest. Das ist nicht schwer.

Das Banking-Programm schreibt die online abgefragten Kontoumsätze in die Tabelle "Umsatz", die du in deine
base-odb einbinden kannst. Diese liegt ja ebenfalls auf dem MySQL-Server.
Du kannst dann ganz normale Beziehungen herstellen zu Deinen anderen Tabellen, zB "Mitglieder". Wenn in den Kontoumsätzen in den Verwendungszweck-Feldern der Mitgliedsname in der passenden
Form auftaucht, hast du die Zuordnung über eine Abfrage sofort erstellt.
Leider aber gibt jeder etwas anderes an und dann muß du von Hand zuordnen oder aber über reguläre Ausdrücke in den Feldern nach Namen o.ä. suchen lassen, um eine automatische Zuordnung zu erstellen.
Das -reguläre Ausdrücke- beherrschen beide, base und hibiscus.
Noch ein paar Eckdaten: Ich arbeite unter Linux (Suse) mit OpenOffice
3.2.1. Die ersten Versuche zu der obigen Entwicklung habe ich bereits
gemacht, es gibt schon eine Reihe von Ideen. Die würde ich bei Interesse
natürlich gerne zur Verfügung stellen.

Gruß
Ulrich
Viel Erfolg, viele Grüße,
Manfred Claes

Antwort per Email an