Jhe schrieb:
> Zunächst einmal wird eine
> Scheinkausalität zwischen der Wortwahl und einem mentalen Modell
> suggeriert, die nicht belegt ist.
Wie meinen?
> Auf dem Weg von der Sprache zum
> Gedankenmodell durchläuft dieses eben mehrere Transformationsstufen im
> Geist, die alle von dem generellen Gedankenmodell beeinflusst werden.
> Das heißt, das die Probanden nicht an Frauen dabei dachten muss gar
> nicht auf die Wortwahl zurückzuführen sein sondern kann aus dem
> gesellschaftlichen Kontext entsprungen sein.
Sorry, aber das klingt fuer mich nicht danach, als haettest du den Artikel
wirklich gelesen.
Dort steht explizit, dass darauf geachtet wurde, auszuschliessen, die geistige
Geschlechtspraeferenz durch die Berufswahl oder aehnliches zu beeinflussen,
indem sowohl maennlich als auch wieblich konnotierte und 'neutrale' Berufe
gewaehlt wurden. Und den Vorgang des Ueber-die-Strasse-gehens kann man wohl
kaum als 'typisch amennlich/weiblich' bezeichnen...
Und wenn die unterschiedlich lange Zeit, die die Testpersonen brauchten, um
einen Bezug zu maennlichen bzw. weiblichen Weiterfuehrungen herzustellen,
brauchten, nicht darauf hindeutet, dass das sog. generische Maskulinum eben
nicht Frauen und Maenner genau gleich behandelt, also gleichermassen sofort an
Maenner und Frauen [und Andere] denken laesst - was bedeutet es dann?
Gleiches fuer andere Assoziationsstudien: Wenn bei der Frage nach Menschen mit
gewissen Taetigkeiten im generischen Maskulinum und der Beidnennung gefragt
wird [also bspw. "Politiker" und "Politiker und Politikerinnen"] und im
Erstfall weitaus mehr maennliche Vertreter genannt werden - worauf weist das
hin, wenn nicht darauf, dass die initiale Assoziation bei der maskulinen Form
die mit maennlichen Personen ist?
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